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BONSTETTIANA |
Verflechtungen der Korrespondenzen
Karl Viktor von Bonstetten (1745-1832) hatte als urbane Persönlichkeit und als zweisprachiger Schriftsteller zahlreiche persönliche Beziehungen zu Partnerinnen und Partnern aller gesellschaftlichen Schichten in der Schweiz, in Europa und in Nord- und Südamerika und eine entsprechend weitgefächerte Briefkorrespondenz. Sainte-Beuve porträtierte ihn als einen 'esprit cosmopolite, européen'. Als solcher ist er eine Schlüsselfigur der europäischen Umbruchzeit zwischen 1750 und 1830.
In den BONSTETTIANA werden nicht nur die Briefe von und an Bonstetten, sondern auch, soweit überliefert, die Korrespondenzen zwischen seinen wichtigsten Bezugspersonen in vollem Umfang veröffentlicht. Dieses primäre Beziehungsgeflecht wird erweitert durch zahlreiche sekundäre, vollständig oder partiell einbezogene Korrespondenzen. Durch den 'dialogue à plusieurs voix', die dichte Brieffolge und eingeblendete Tagebuchauszüge entsteht über acht Jahrzehnte hin ein ungemein plastisches Bild dieser wichtigen Sattelzeit im Übergang zur Moderne.
Insgesamt sind ca. 10'000 Dokumente für die Publikation vorgesehen. Dank einer günstigen Quellenlage kann der grösste Teil der Briefe und Tagebuchauszüge nach den handschriftlichen Originalen wiedergegeben werden.
Die chronologisch angeordneten Texte sind
nach biographischen oder zeitgeschichtlichen Merkpunkten in Kapitel abgeteilt.
Jedes Kapitel wird durch eine Vorbemerkung, eine Zeittafel und eine Übersicht
über die Briefbeziehungen und Dokumente eröffnet. Innerhalb der
Kapitel wird durch Exkurse und Fussnoten kommentiert.
last update: 28.04.2008